wettchampion-gold

Die Quoten liegen vor dir und locken zu hunderten, ja tausenden Wetten.

Einfach auf Verdacht drauflos zu wetten, wäre bereits der erste häufig gemachte Anfängerfehler, was uns zu Punkt 1 unserer Wettanleitung bringt:

Kenne ich mich in dieser Sportart/Liga aus?

Auf Dauer wird man als Sportwetter immer nur dort gewinnen, wo man sich selbst (bzw. jemand anders) sehr gut auskennt und gegenüber dem Buchmacher einen Informationsvorsprung hat.

Bei kompletter Unkenntnis einer Sportart/Liga sollte man unbedingt die Finger davon lassen, da man ohne gute Infos auf Dauer nicht gewinnen kann.

Wo sich der Tipper gut auskennt, hebt er sich hervor, Sportarten/Ligen wo er Grundkenntnisse hat, behält er im Auge.

Eine andere Möglichkeit ist es, auf verlässliche Quellen zurückzugreifen, also „nachzutippen.“ Hier gilt es schon zu beachten, wie zuverlässig die Quellen sind, um keine bösen Überraschungen zu erleben. Sehr praktisch sind Seiten, wo Wetten von Usern gepostet und auch deren Bilanz öffentlich gemacht wird wie in unserem Forum.

Grundsätzlich sollte man immer die Bereitschaft haben, um dazuzulernen, denn man wird fast immer jemanden finden, der sich irgendwo aus welchen Gründen auch immer besser auskennt.

Unbekannte Ligen und Sportarten streichen.Externe Quellen auf Zuverlässigkeit prüfen. Sei stets lernbereit.

Wie ist die generelle 1/2/X – Verteilung in der Liga bzw. des Teams?

Es gibt heimlastige Ligen, es gibt aber auch Ligen mit auffallender X- Häufigkeit. Dies ist vor dem Einsatz zu bedenken und auch fest einzuplanen.

Generell sollte man eher Ligen mit wenigen Remis bevorzugen, es sei denn man gehört zur Gattung der X- Spekulanten.

Webseiten mit Statistiken zu allen Ligen findet man in unserer Linkliste.

Die Ligen sollte man in einem langjährigen Querschnitt betrachten, wobei die aktuelle bzw. letzte Saison stärker gewichtet werden soll. Dasselbe Prozedere gilt für die einzelnen Teams.

Prüfe die langjährigen Ligatendenzen

Wie verlaufen die Formkurven der Teams?

Grundlegend sollte man entweder auf Mannschaften setzen, die in Form sind oder gegen Teams setzen, die ausser Form sind. Ein häufiger Tippfehler ist das ständige Wetten auf Spiele „Not gegen Elend“ oder auch das andauernde Setzen auf Schlagerspiele.

Generell ist die Formkurve (= ca. letzte 6 Spiele bzw. jeweilige drei Spiele zuhause oder auswärts) wichtiger als die aktuelle Tabelle.

Statements a´la „irgendwann müssen die wieder einmal gewinnen“ sind zwar nicht grundsätzlich widerlegbar, aber keine gute Strategie, um auf Dauer zu gewinnen.

Gegen die Formkurve zu wetten, zahlt sich auf Dauer nicht aus.

Begegnungen mit identischen Formkurven aussortieren, es sei denn man verfügt über Zusatzinformationen bzw. tolle Quoten mit denen wir uns weiter unten noch befassen.

Auf formstarke oder gegen formschwache Mannschaften setzen

Wetten gegen einen Lauf zahlen sich auf Dauer nicht aus

Wie stehen die Mannschaften in der Tabelle da?

Am Saisonanfang benötigt jedes Team jeden Punkt – dafür haben wir aber keine aussagekräftige Formtabelle. Die letztjährige können wir getrost vergessen, nicht selten hat es der Tipper durch diverse Transfers mit völlig neuen Teams zu tun.

Trotzdem empfehlen sich auch zu Saisonbeginn immer wieder Wetten, denn der Buchmacher kann am Anfang eines Spieljahres die tatsächliche Stärke oft genauso schwer einschätzen wie wir und gibt dem Spieler gute Quoten.

Wer in der Lage ist, sich zu Saisonanfang Infos von Testspielen zu holen, kann dadurch einen ordentlichen Informationsvorsprung gegenüber dem Buchmacher bekommen und dadurch gute Quoten absahnen.

Zeichnet sich dann während der Saison aber ab, dass es für einige Teams entweder nach oben oder unten um nichts mehr geht, dann heißt es vorsichtig sein: Teams, die im Mittelfeld einbetoniert sind, neigen dazu, nicht mehr in jedem Spiel alles zu geben.

Aber auch komplett abgeschlagene oder überlegen führende Teams sind eher zu meiden: Sie haben den Titel bereits im Sack oder der Abstieg ist nicht mehr zu vermeiden und begnügen sich daher oft mit Unentschieden, stemmen sich nicht gegen Niederlagen usw.

Fazit: Mannschaften für die es um „nix mehr geht“ aussortieren, es sei denn man verfügt über Zusatzinformationen, um die es im Schritt 5 geht.

Nur auf Mannschaften setzen, die auch Punkte brauchen. Versuche Infos aus Testspielen zu nützen

Wie spielten die Mannschaften im direkten Vergleich, gibt es „besonderen“ Zündstoff?

Die Statistik von Mannschaft X gegen die Mannschaft Y sollte man prüfen, allerdings nur in einem überschaubaren Zeitrahmen von maximal 3 Saisonen. „Ewige“ Vergleiche oder „Zehn- Jahres- Vergleiche“ sind Zündstoff für Medien, die etwas zum Schreiben brauchen, aber kein hilfreiches Werkzeug für den Sportwetter, weil meistens die Mannschaft die vor zehn Jahren spielte schon längst transferiert bzw. der wohlverdienten Sportlerrente fröhnt. Überschätze deshalb diesen Vergleich - mit Ausnahme der Einzelsportarten wie Tennis - nicht.

Der „Derby – Faktor“ ist das zweite Kriterium, worauf bei den unmittelbaren Direktvergleichen zu achten ist. Es gibt quer durch die Sportwelt immer wieder Spiele, die einen besonderen Motivationsschub bei Mannschaften auslösen können, ungeachtet der Tabellensituation und auch der aktuellen Form. Gibt es nicht einen bemerkenswerten „head to head“ – Vergleich (siehe vorherige Seite), sollte man Derbys eher meiden, allerdings gibt es auch Ausnahmen:

So kommen in Großregionen mit vielen Derbys (Sao Paolo, Rio und Buenos Aires in Südamerika, Moskau, London, Madrid und Athen beispielsweise in Europa) immer wieder „Derbyspezialisten“ hervor, die allerdings von Saison zu Saison andere sein können.

Beispiel: In der Premier League gibt es mit Arsenal, Charlton, Chelsea, Fulham, Tottenham, West Ham gleich sechs Londoner Vereine. Fulham stand zwar in der Tabelle der Saison 2006/07 im Nirgendwo, verlor dafür aber in der laufenden Saison nur ein einziges Derby. 

Das ist eine bemerkenswerte Derbyserie wenn man bedenkt, dass sogar gegen übermächtige Gegner wie Arsenal oder Chelsea gepunktet wurde. Gerade an diesem Beispiel sieht man, dass Derbys eigene Gesetze haben und sehr oft schwer zu berechnen sind.

Achtet auf bemerkenswerte „head to head“ – Statistiken Vorsicht bei Derbys Sucht nach „Derby – Spezialisten“

Über welche Zusatz bzw. Sonderinformationen verfüge ich?

Erst solide Zusatzinformationen machen eine Wette wirklich auch spielbar. Hast du eine Info, die der Buchmacher anscheinend noch nicht hat? Super, den gerade diese Info kann schönes Geld bringen.

Gibt es viele Ausfälle von Spielern? Wenn ja, sind diese Spieler wichtig? Es ist ein Unterschied, ob es sich bei Ausfällen um einen Nachwuchs-, Kader-, Perspektiven-, oder Schlüsselspieler handelt.

Nicht ersetzbare Schlüsselspieler schwächen eine Mannschaft oft ungemein, während der Ausfall auch von vielen Kaderspielern oft nur eine geringe Rolle spielt. Ausfälle können Schonungen, Verletzungen, Erkrankungen, Sperren oder Suspendierungen sein.

Stelle dir immer die Frage, wie stark derjenige sein könnte, der in das „Einser“ – Team nachrückt. Oft ist der Ersatz gleichwertig, oft nur ein Notbehelf.

Vorsicht: Oft sind Meldungen über Verletzte bewusste Desinformation und Strategie des Trainerstabs, um dem Gegner ein „leichteres Spiel“ zu suggerieren. So genannte „Fragezeichen“ laufen erfahrungsgemäß springlebendig auf dem Platz herum…

Achte auf Ausfälle und auf die Aufstellung. Generell gilt: Je niedriger das Liganiveau, desto mehr schwächen Ausfälle von Leistungsträgern eine Mannschaft.

Wie ist es um die Vereinsführung bestellt?

Gibt es irgendwelche Liquiditätsprobleme? Warten die Spieler vielleicht auf ihre Gehälter? Gibt es Gerüchte über Probleme beim Lizensierungsverfahren oder gar Konkursanträge? Wie war die Transferpolitik des Vereins in der abgelaufenen Transferzeit? Wurden Stars abgegeben und nicht gleichwertig nachbesetzt? Machen die Vereinsbosse vielleicht anderwertig Schlagzeilen, wie in den Wirtschafts- Gesellschafts- oder Gerichtsseiten? Oder umgekehrt: Kauft die Vereinsführung zig Spieler ein, deren Einsatzmöglichkeiten eher beschränkt sind? Stoßen sie damit Klassespieler mit Pseudoargumenten a la „ständiger Druck“ oder „latente Verletzungsanfälligkeit“ vor den Kopf? Nicht zufällig ließen beispielsweise die Leistungen bei Raul nach, als Real begann ständig Stürmerstars nachzukaufen.

Prinzipiell gilt: Je weniger man von der Vereinsführung selbst mitbekommt, je unauffälliger die Geschäftsgebahrung vorgenommen wird, desto besser ist es meistens um die Führungsqualität bestellt. Ständige Skandalschlagzeilen wirken sich meistens irgendwann (das muss nicht sofort sein) auf die Leistungen der Athleten aus. Als alleinige Variabel ist das aber nicht ratsam, da muss schon auch die Form etc. stimmen.

Was für die Führung gilt, gilt natürlich auch für die Spieler. Je weniger Aufregung abseits des Platzes, desto besser wahrscheinlich auch die Stimmung im Team.

Prüfe, ob der Verein abseits des Sportlichen Schlagzeilen macht

Welches Programm haben die Mannschaften vor bzw. hinter sich

Sogenannte „englische Wochen“ mit vier Spielen binnen 7-8 Tagen kommen im Laufe der Saison 2-3 mal vor und schlauchen vor allem Mannschaften mit einem alten/und oder kleinen Kader.

Da kann es schon vorkommen, dass eine an sich qualitativ sehr gute, aber doch alte/und oder zahlenmäßig unterbesetzte Mannschaft umfällt und den Wettzettel versaut. Umgekehrt geben viele Spieler im ersten Spiel vielleicht nicht alles wenn sie wissen, dass eine derartige Stresswoche bevorsteht.

Achte auf „englische Wochen“ und bevorzuge Mannschaften mit jungem und/oder großem Kader. Vorsicht bei Teams, die in nächster Zeit ein wichtigeres Spiel absolvieren müssen

Wie ist die Anreise, wie das Wetter, in welchen klimatischen Umständen wird gespielt?

  • Vermeintlich unwichtige Sachen können bei einem Spielausgang eine große Rolle spielen, wenn extremes Wetter prognostiziert ist (Hitze, Kälte, Schneeboden, tiefer Boden etc.)
  • Die Umstände der Anreise extrem sind (lang, stressig, erst kurz vor Spielbeginn usw.)
  • Extreme klimatische Verhältnisse herrschen (vor allem extreme Höhenlage)

Beispiel Anreise: Die Fußballmannschaft von Luch Energya in Wladiwostok (Pazifikküste der russischen Föderation) verlor nur 2 Heimspiele in der ganzen Saison, während sie umgekehrt auswärts fast immer als Verlierer vom Platz ging. 7000 km ist die Wegstrecke nach Moskau. Alle Teams hatten mit Reisestrapazen und Jetlag zu kämpfen.

Dieses Beispiel ist natürlich extrem, hat aber auch für andere Ligen kleinräumig immer wieder Gültigkeit. Relevant ist die Höhenlage aber vor allem in Südamerika: Im Hochland von Bolivien gewinnt beinahe kein brasilianischer oder argentinischer Club, wenn überhaupt sind nur die höhengewohnten Mexikaner und die Mannen aus Ecuador oder Peru erfolgreich und das obwohl die Spieler aus Brasilien und Argentinien um Klassen besser sind. Der Grund ist hier alleine in der extremen Höhenlage zu suchen (die Stadien befinden sich zwischen 3.000 – 4.000 m üNN(!)), da der menschliche Organismus Monate benötigen würde, um sich daran zu „gewöhnen“.

Was das Wetter anbelangt, bevorteilt tiefer Boden oder Schneeboden kampfstarke Mannschaften. Eine Wette auf eine spielstarke Mannschaft in einer CL- Partie in der Ukraine auf Schneeboden macht so gesehen wenig Sinn. Eine Wette z.B. auf Real mit seinen ganzen Brasilianern in einer CL- Partie in der Ukraine auf Schneeboden macht so gesehen wenig Sinn.

Ähnliches gilt für extreme Temperaturen: Sagt der Wetterbericht -15 Grad für ein internationales Spiel im Osten voraus, dann wird es für eine südländische Mannschaft sehr sehr schwer werden, dort mit einem Sieg die Heimreise anzutreten.

Große Hitze bevorteilt konditionsstarke, meistens junge Mannschaften.

Prüfe Wetter, Anreiseweg und Höhenlage

Kontrolle der körperlichen Daten

Die körperlichen Daten (Alter, Gewicht und Größe der Spieler) können das Spiel vor allem dann beeinflussen, wenn zwei Extreme aufeinanderprallen:

Beispiel 1: Kleine Verteidiger und ein kleiner Torhüter treffen auf große und bewegliche Stürmer.

Hier wird die angreifende Mannschaft Vorteile im Kopfballspiel haben. Konkretes Extrembeispiel war das WM- Achtelfinale Tschechien – Costa Rica 1990, als Costa Rica gefällig spielte, aber die kleinen Verteidiger den tschechischen Kopfballungeheuern kampflos ausgeliefert waren.

Beispiel 2: Große Verteidiger treffen auf kleine Stürmer: Die Spielanlage der angreifenden Mannschaft wird anders angelegt sein, als bei Beispiel 1.

Dieser Fakt kann der verteidigenden Mannschaft helfen, da die Angriffszüge etwas berechenbarer sein könnten. Konkretes Beispiel: Bei der letzten WM forderten argentinische Medien, dass Messi und Tevez (beide sehr klein) den Standard- Sturm bilden, der große Crespo als Joker auf der Ersatzbank versauern soll. Reaktion von Coach Pekerman: „Mit dem Dackelsturm spiele ich nicht“.

Beispiel 3: Schwere Verteidiger gegen leichte Angreifer. Spielt oft im Eishockey eine Rolle. Die schweren Verteidiger werden versuchen, ihre körperlichen Vorteile auszunützen.

Manchmal beeinflusst die Physis einer Mannschaft den Spielverlauf

 

Marktentwicklung

Wenn du eine Wette platzieren willst, untersuche bitte immer vorher, in welche Richtung sich der Markt entwickelt. Suche dir dazu auf den gängigen Quotenvergleichsseiten (siehe Linkliste) dein Spiel raus und untersuche, ob die Buchmacher bereits gezwungen waren, die Quoten zu senken. Meistens geschieht dies aufgrund höherer Einsätze auf einen Spielausgang, wobei bei wirklich hohen Einsätzen bzw. News, welche die Ausgangsposition entscheidend verändern, die Buchmacher das jeweilige Spiel aus dem Angebot nehmen werden. Dies ist ein äusserst wichtiger Indikator.

Eine weitere Möglichkeit, um die Marktentwicklung bei einem gewissen Spiel zu untersuchen, ist die Kursentwicklung auf einer Wettbörse wie Betfair. Sollte sich die Einsatzkurve gravierend in eine Richtung bewegen, dann kann das durchaus ein Zeichen dafür sein, dass die Mehrheit der Spieler diesem Spielausgang eine sehr hohe Wahrscheinlichkeit gibt.

Achte auf Quotenänderungen der Buchmacher

Wo liegt das Geld auf den Wettbörsen? …und und und – was man sonst noch bei der Vorauswahl ins Auge fassen könnte

Der Schiedsrichter: Es gibt Schiris mit Heimtendenz, Schiris, die bei jeder Schwalbe pfeifen, Schiris, die dauernd zu den Kartons greifen…

Deine Erfahrung: Führe genau Buch, welche Mannschaften dir beim Wetten Freude, welche Kummer bereiten. Mannschaften, die dir ständig Wetten versauen, setze auf deine persönliche „schwarze Liste“ und halte dich daran, sogar wenn der Gegner mit den Spielerfrauen aufläuft.

Lasse auch den Bauch zu: Prinzipiell sind die Spiele mit dem Kopf auszuwählen. Sagt der Kopf zwar ja, der Bauch aber nein, dann streiche die Mannschaft von deinem Zettel.

Das Heimstadion: Es gibt immer wieder Spielorte, die extrem klein, holprig etc. sind. Vor allem in Cupspielen kann das ein ungeahnter Vorteil für die Heimmannschaft sein, da Profis unter solchen Bedingungen gar nicht mal trainieren.

Spezielle statistische Daten: Manche Mannschaften bekommen sehr schnelle Tore, ein eindeutiges Zeichen für Unkonzentriertheit in der Anfangsphase. Andere Mannschaften bekommen auffallend oft späte Tore. Möglicherweise sind sie konditionell in einem schlechten Zustand.

Umgekehrt wenn eine Mannschaft sehr viele späte Tore schießt, dürfte sie gut trainiert sein. Auch viele bzw. wenige gelbe bzw. rote Karten, im Eishockey Spieldauerdisziplinar- und Matchstrafen geben Rückschlüsse auf die Spielphilosophie einer Mannschaft.

Freundschaftsspiele: Generell gilt es, von Freundschaftsspielen die Finger zu lassen, ausser es gibt oben beschriebene Einflussgrössen, die einen Erfolg einer Mannschaft sehr wahrscheinlich machen.